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Autor: Mitteilung:
Steffen Kogler
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9 Beiträge
registriert: 26.10.2010
28.12.2010, 10:24 offline  

Bibeltext:

Amos 7, 1-9 (Hoffnung für alle)

1 Gott, der Herr, gab mir eine Vision: Ich sah, wie er Heuschreckenschwärme erschuf. Gerade hatte man das erste Heu eingebracht, das für die königlichen Stallungen bestimmt war, und das Gras wuchs allmählich wieder nach. 2 Da fielen die Heuschrecken über die Pflanzen im ganzen Land her. Als sie alles abgefressen hatten, rief ich: "Ach Herr, Gott, vergib doch! Wie sollen die Nachkommen Jakobs sonst überleben? Sie sind ja ein so kleines Volk!" 3 Da hatte der Herr Erbarmen mit ihnen und sagte: "Was du dort gesehen hast, wird nicht eintreffen!" 4 Dann gab Gott, der Herr, mir eine weitere Vision: Ich sah, wie er Feuer herbeirief, um sein Volk zu bestrafen. Zuerst verzehrte es das Wasser im Meer, dann bedeckten die Flammen das ganze Land. 5 Da rief ich: "Ach Herr, Gott, bitte hör auf! Wie sollen die Nachkommen Jakobs sonst überleben? Sie sind ja ein so kleines Volk!" 6 Da hatte der Herr wieder Erbarmen mit ihnen und sagte: "Auch was du dort gesehen hast, wird nicht eintreffen." 7 Dann ließ der Herr mich sehen, wie er auf einer Mauer stand, die mit Hilfe eines Lots gebaut worden war. Er hielt ein Bleilot in der Hand 8 und fragte mich: "Amos, was siehst du?" "Ein Bleilot", antwortete ich. Da sagte er: "Ich lege jetzt dieses Lot an mein Volk Israel, in Zukunft gehe ich nicht mehr über ihre Sünden hinweg. 9 Ich verwüste die Orte auf den Hügeln, wo die Nachkommen Isaaks ihre Götter verehren; ja, alle Heiligtümer Israels verwandle ich in Trümmerhaufen. Mein Schwert trifft das Königshaus Jerobeams!"

Impuls:

Amos hat es nicht leicht. Er schweigt nicht, sondern verkündet Gottes (Gerichts-)Botschaft. Und dafür wird er sehr angegriffen. Aber er gibt die Menschen nicht auf. Gott zeigt Amos in eindrücklichen Bildern (Visionen) die Deutlichkeit seines Gerichts: Amos bleibt nicht stumm. Auch Gott gegenüber nicht. Er leidet mit seinem Volk. Und er bittet Gott für das Volk; er bittet ihn, gnädig zu sein. Das Erstaunliche ist: Gott hört auf den Beter. Er lässt sich umstimmen.

Ich bewundere solche Gottesmänner, die für andere einstehen. Ich denke an Abraham (1.Mose 18,16ff), Mose (z.B. 2.Mose 32) und auch Paulus (Röm.9,1-3;10,1), die fürbittend und ringend vor Gott stehen und für die Mitmenschen einstehen. Und ich wünsche mir Bewahrung vor der „Jona-Haltung“, der sogar noch sauer war, dass Gott sein Gericht nicht durchgezogen hat, weil das Volk doch noch umgekehrt ist (Jona 3-4). Wir dürfen Gott bitten; wir dürfen mit ihm ringen. Jesus ermutigt zum eindringlichen Bitten (Lukas 11,5ff), und doch müssen wir Gott zugestehen, dass er den Überblick hat und SEIN WILLE GESCHEHE (Matthäus 6,11; 26,29). Jeremia bekam sogar einmal von Gott den Auftrag, nicht mehr für das Volk zu bitten (Jeremia 7,16ff). Gott wollte ihn nicht mehr hören, denn das Volk wollte von ihm absolut nichts mehr wissen. Auch von Amos sind uns nach der dritten Vision keine Worte überliefert. Gott will „nicht mehr über die Sünden hinweg“ gehen (V.cool. Das sind harte Zukunftsperspektiven.

Auch in meinem Leben ist vieles nicht im Lot, vieles läuft schief und ich kann nicht gerade vor Gott stehen. Gott sei Dank gibt es seit Jesu Tod eine andere Zukunft: „Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu…“ (2.Korinther 5,19)

Lasst euch versöhnen mit Gott!


Bernd Popp

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